SDS: Burschenschaften und extreme Rechte Vortragsabend

Am 27.10.2010 veranstalten wir einen Vortragsabend zum Thema "Burschenschaften und extreme Rechte". Beginn ist 18 Uhr und wird im HS XVIII im Mel (auf dem Uniplatz) stattfinden.

Bunte Kappen auf dem Kopf, bunte Bänder über dem Oberkörper - gewöhnlich fallen Mitglieder von Studentenverbindungen in der Öffentlichkeit durch ihr eigentümliches Outfit auf. Bekannt sind
Studentenverbindungen dafür, dass sie Seilschaften bilden und große Mengen an Bier konsumieren. Weniger bekannt sind einige Charakteristika, die in gesellschaftlicher und politischer Perspektive folgenreicher sind. Die meisten Studentenverbindungen sind reine Männerbünde, viele nehmen auch keine Migranten auf, manche zelebrieren durch Zweikämpfe mit scharfen Waffen (Mensuren) ihr antiquiertes Macho-Männerbild - und alle sind sie strukturkonservativ und tendenziell autoritär. Von ihrer Geschichte ganz zu schweigen: Viele Verbindungsstudenten wirkten an der Nazifizierung der deutschen Universitäten mit und bekämpften schon in den 1920er Jahren die noch junge Weimarer Demokratie. Manche von ihnen, insbesondere Burschenschafter, sind heute wieder in der extremen Rechten aktiv und ergreifen Partei für die NPD.

Der Vortrag informiert über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den zahlreichen Arten von Studentenverbindungen in Deutschland, gibt einen kurzen Überblick über ihre Geschichte und beleuchtet ausführlich die Kontakte zur extremen Rechten.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Kommentare

  1. Hallo liebe Genossen der SDS,

    ich hätte noch eine kleine Anmerkung zur Veranstaltung. Ich bitte doch darum nicht alle Studentenverbindungen über einen Kamm zu schären. Denn es gibt sehr wohl Verbindungen die Ausländer aufnehmen. Manche haben auch weibliche Mitglieder und wiederum manche verzichten sogar auf die Mensur und die hässlichen Bänder und Mützen. (gibt natürlich auch die obercoolen Verbindungen, die alles 3 machen :D)

    Auf der anderen Seite sind auch die Verbindungen, die die grad genannten nicht tun, nicht alle gleich rechts-politisch eingestellt. (außer den Burschenschaftlern-Affen natürlich)
    Wer von euch in diesem Zusammenhang den Begriff LaSalle-Kreis noch nicht gehört hat, möchte sich doch bitte auch da nochmals belesen.

    Ich hoffe auf eine schöne (vor allem ruhige) Veranstaltung und würde mich freuen wenn im Sinne des Kant'schen Aufklärungsgedanken Information umfangreich und nicht komplett persuasiv dargestellt werden. (leider ist euch das beim Veranstaltungstitel nicht gelungen...)

    mfG

    AntwortenLöschen
  2. Auf diese Veranstaltung bin ich über StudIP aufmerksam geworden.
    Leider ist nicht explizit kenntlich gemacht worden, dass dieser Vortrag von einer politisch motivierten Hochschulgruppe initiiert wird.

    Außerdem handelte es sich um eine unwissenschaftliche Vortragsweise, was man als Hörer eines Vortrages an einer Uni nicht erwartet. V. a. wenn damit geworben wird, dass der Vortrag von einem Sozialwissenschaftler gehalten wird.

    Für die Zukunft wünsche ich mir, dass explizit kenntlich gemacht wird, dass der Vortrag von sds.die linke initiiert wird und dass darauf geachtet wird, dass wissenschaftliche Redner eingeladen werden. Denn für mich persönlich bringt es keine Wissenserweiterung, wenn ich merke, dass der Vortrag subjektiv gefärbt ist, Informationen lückenhaft dargestellt werden und somit manipulativ wirken.

    AntwortenLöschen
  3. Hallo an die_den Verfasser_in des zweiten Kommentars,

    es stimmt leider nicht, dass im StudIP nicht gestanden hätte, dass der SDS die Veranstaltung organisieren wird. Gleich in der ersten Zeile steht, dass der SDS.MLU einen Vortragsabend veranstaltet und weiter unten gibt es einen Verweis auf unseren Blog, den du ja auch schon zu kennen scheinst. Es war also mehr als möglich zu erkennen, dass wir eine politische Hochschulgruppe sind. Wem "SDS.MLU" alleine nichts sagt, die_der hätte doch auf die Homepage gehen können und dann entscheiden, ob sie_er an der Veranstaltung teilnehmen möchte.

    Es wäre außerdem schön gewesen, wenn du dich etwas konkreter gefasst hättest, wo genau Herr Kronauer nicht wissenschaftlich vorgegangen ist. Soweit uns das bekannt ist, sind all seine Veröffentlichungen mit Belegen und Quellen fundiert und er wird von dieser Vorgehensweise sicher auch nicht bei Vorträgen abweichen.
    Vielleicht solltest du dich bei der nächsten Veranstaltung einfach an der Diskussion beteiligen und dort versuchen Missverständnisse auszuräumen. Im Nachhinein ist das doch meist zu schwer.

    Freundliche Grüße
    SDS.DieLinke

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Maulkorb für die Methode Wagenknecht - Zurück zur Basisdemokratie

Fundstück zur 38. Kalenderwoche: Umweltzone Halle - eine von vielen Maßnahmen

Mahnmal für die gefallenen Zivilist*Innen und kurdischen Freiheitskämpfer*Innen in Rojava