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Burschi-Werbung von RCDS und LHG: Unnötig wie erwartet

Am letzten Donnerstag haben die Konservativen und Liberalen an der MLU versucht, eine Dialogveranstaltung zum Thema „Studentenverbindungen“ zu inszenieren. Beim Versuch ist es allerdings auch geblieben: Auf dem Podium saß niemand, der sich wirklich theoretisch oder auch nur empirisch mit dem Thema auseinandergesetzt hatte, sondern nur die vermeintlich „Betroffenen“ also die Sprecher*innen der einzelnen Studentenverbindungen. Daraus wurde ihnen von RCDS und LHG dann auch noch ein Expertenstatus gestrickt, der alle ernsthaften Gegenargumente mit einem „Stimmt doch gar nicht“ zu entkräften glaubte. Ironischerweise sind die beiden verantwortlichen Organisatoren der Veranstaltungen auch Mitglieder einer Studentenverbindung (VDSt Halle-Wittenberg und KDSTV Rheno-Saxonia) und hatten ihren Männerbund über ihre Hochschulgruppe selbst eingeladen.

Damit ist auch schon das erste Thema umrissen: Auf die Kritik des hauptsächlichen Auschlusses von Frauen (Vertreten waren die erwähnten Verbindungen VD…

Chance für die Japanologie: Das Tenure-Track-Programm des Bundes

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Seit 2017 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das sogenannte Tenure-Track-Programm aufgelegt mit dem Nachwuchswissenschaftler*innen gefördert werden sollen. Damit fördert der Bund die Einrichtung von Juniorprofessuren, die die ersten fünf Jahre, also während des sogenannten Tenure-Track-Verfahrens zur ordentlichen Professur, bezahlt werden. Leider konnte sich das alte Rektorat der Universität Halle-Wittenberg nicht dazu entschließen, an dem Programm zu partizipieren, da die Folgekosten als zu hoch eingeschätzt wurden, während Vertreter*innen der Studierenden und Beschäftigten schon damals auf die Möglichkeiten hingewiesen haben, die damit einhergehen. beschlossen, sich doch auf die Bundesmittel zu bewerben und alle Fakultäten dazu aufgefordert, ihrerseits Vorschläge für mögliche Juniorprofessuren zu nennen, die dann weitergegeben werden könnten.


Als SDS Halle sind wir der Meinung, dass die Philosophische Fakultät I die Chance nutzen sollte, um eine Juniorprofessur in de…

Rettet die Hasi vor dem Mob der Gerechten! Stadt für Alle!

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Als SDS haben wir es überrascht bis schockiert zur Kenntnis genommen, dass die Hasi so plötzlich nach dem Urteil geräumt werden soll. Naiverweise sind wir davon ausgegangen, dass es tatsächlich noch eine politische Diskussion im zahlenmäßig Rot-Rot-Grün dominierten Stadtrat geben würde. Das ist nun nicht eingetreten und das städtische Unternehmen HWG möchte seine Immobilie schnellstmöglich zurück – scheinbar auch gerne mittels einer Räumung und damit verbunden durch polizeiliche Gewalt.
Auch wenn wir nach Jahren der Hasi-Diskussion durchaus nicht erwartet haben, dass bei der ganzen Geschichte von Seiten der Stadt noch etwas Gutes geliefert wird, ist das Vorgehen und die Argumentationsweise der Hasi-Gegner*innen inzwischen so platt, dass es kaum zu ertragen ist.

So wirft die SPD, die bis zur letzten Sekunde einfach keinen Meter von ihrer Räumungsposition weichen möchte, den Aktivist*innen „Sturheit“ vor und meint damit ihre fehlende Bereitschaft, sich dem Willen der SPD zu unterwerfen. …

Gegen die Buchmesse und ihre faschistischen Profiteur*innen!

Vom 15. bis zum 18. März findet in Leipzig wieder einmal die Buchmesse statt. Wo oftmals viel Unsinn im Allgemeinen ausliegt und seit Jahren rechte Verlage präsentiert werden, gibt es nun die nächste Verfallsstufe bürgerlicher Bücherliebe. Obwohl sich die Faschist*innen der Identitären Bewegung, des Antaios-Verlages, von Compact und Co (eigentlich alles eins, die Überschneidungen nivellieren die Unterschiede) die Frankfurter Buchmesse im Herbst 2017 aufmerksamkeitsheischend mit Gewalt und Provokationen unter den Nagel gerissen haben, sind sie nun auch in Leipzig eingeladen und dürfen sich in ihrer rechten Ecke munter breit machen. Dass sie eskalieren, jedes verkaufte Buch als Welterfolg feiern, immer wieder mit ihrer Propaganda kommen und über "Meinungsfreiheit" rumheulen, wenn gegen sie protestiert wird, ist allerdings irgendwie verständlich - so etwas machen Faschist*innen nun einmal. Peinlich und absurd ist vielmehr die Reaktion der "bürgerlichen Mitte", bis wei…

Auf zum Frauen*kampftag 2018!

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Heute werden wieder etliche Demonstrationen und Aktionen zum Frauen*kampftag bzw. Frauentag stattfinden, die für einen feministischen Kampf gegen Patriarchat, Gewalt und Unterdrückung werben sollen.


Doch wogegen kämpfen Feminist*innen eigentlich konkret?

In Europa hat statistisch jede dritte Frau* in ihrem Leben schon einmal sexualisierte Gewalt erlebt. Die Betroffenen erfahren danach oftmals keine Solidarität, sondern weitere Beschuldigungen in Form von Victim Blaming und Täter-Opfer-Umkehr.


Während die kapitalistische Ausbeutung erstmal geschlechtsunabhängig ist, ist das Armutsrisiko für Frauen* weltweit deutlich höher. Frauen* sind nach wie vor die Hauptträger*innen von Care-Arbeit, die entweder im privaten Bereich entwertet bleibt oder beispielsweise in Pflegeberufen zu prekären Beschäftigungsverhältnissen führt. Spätestens im Alter droht hier die Armut.


Im wissenschaftlichen Bereich haben Frauen* kaum etwas zu sagen, und das, obwohl sie die Mehrheit der Studierenden stellen. Die M…

Mahnmal für die gefallenen Zivilist*Innen und kurdischen Freiheitskämpfer*Innen in Rojava

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In der Nacht vom Montag auf Dienstag haben Aktivist*innen das Büro vom SPD-MdB Karamba Diaby zu einem "Mahnmal für die gefallenen Zivilist*Innen und kurdischen Freiheitskämpfer*Innen in Rojava" gemacht und uns dazu folgenden Text gegeben:

Seit dem Beginn der Operation Olivenzweig am 20.01.2018 wütet die türkische zweite Armee zusammen mit den Söldnern der sogenannten FSA, deren Verbände zu einem nicht unerheblichen Teil aus Al-Nusra und IS-Kämpfern bestehen, im westlichen Kanton der freien Konföderation Rojava in Nordsyrien. Unter dem fadenscheinigen Vorwand eines "Anti-Terror-Einsatzes" gegen die Partiya Yekitîya Demokrat ziehen türkische Faschisten Seite an Seite mit Islamisten gegen die, neben Israel, einzige Demokratie des gesamten Nahen Ostens ins Feld.

Mithilfe von Militärgerät aus deutscher Produktion zerstören sie Dörfer und Städte, töten Freiheitskämpfer*Innen und Zivilist*Innen oder vertreiben sie aus ihrer Heimat, vernichten, wie zuvor der Islamische Staat…

Hasi-Debatte im Stura Uni Halle am 5.2.18!

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Die Hetzer*innen vom RCDS geben sich inzwischen nicht einmal mehr Mühe, ihren Hass auf alles, was nicht nach ihrer bürgerlichen Pfeife tanzt, zu verbergen. Konnte man mit ihnen in vergangenen Wahlperioden trotz Extremismus-Unsinn, eklatanter Argumentationsschwäche und Austeritätsfanatismus teilweise sogar noch reden, sind sie nun völlig im Kulturkampf gegen eine imaginierte „linke Bedrohung“ aufgegangen. Die liebste Fläche für die Projektion konservativer „Demokratieverteidigung“ ist inzwischen die Hasi geworden, der man mit juristisch-laienhaften Rumgejammere jetzt das geben will, was die faschistischen Truppen von AfD bis Montagsdemo nicht geschafft haben: Die Auflösung des Projektes. Hiermit stehen sie leider (in dem Sinne, dass man von der sogenannten „Mitte“ noch ein bisschen mehr Resilienz gegenüber rechten Dummheiten hätte erwarten können) treu an der Seite ihres Innenministers Stahlknecht, der in der Hasi beständig „Trafohäuschen“ gesprengt sieht. Dass es ihnen vor allem um ih…