Posts

Reader zu den halleschen Studentenverbindungen erschienen

Bild
Burschis sind scheiße. Burschis sind harmlos. So lauten jedenfalls zwei oftmals vertretene Standpunkte, wenn es um "Burschis" als Mitglieder von Studentenverbindungen geht. Diese führen allerdings dazu, dass einige rechtsextreme Verbindungen verharmlost und andere Verbindungen dämonisiert werden. Deshalb haben wir als SDS einen Reader zu den halleschen Studentenverbindungen rausgegeben, der sich den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den einzelnen Strukturen in Halle widmet. Festgestellt wird, dass es viel zu kritisieren gibt: Kontakte zur faschistischen "Identitären Bewegung", die sexistische Diskriminierung von Frauen und ein krasser Geschichtsrevisionismus sind nur einige Eckpunkte größerer Probleme des Milieus rund um Germanen, Altmärker, Goten und Wittenberger. Was das bedeuten soll und wen die Kritik trifft, das erfahren Sie in unserem jetzt veröffentlichten Reader.

Den Reader finden Sie über diesen Link


Mit freundlichen Grüßen,
SDS Halle

Kontakt: 
sds.mlu…

„Fridays for Future“-Demo

Bild
Die laufenden Denunziationen der Schüler*innenstreiks für das Klima sind eine Beleidigung für eine politisch aktive Jugend in Halle. Diejenigen, die den Vorwurf des Schulschwänzens jetzt inflationär wiederholen und den Jugendlichen unterstellen, sich von Medienphänomenen treiben zu lassen, zeigen nur selbst, dass sie es mit demokratischen Prozessen nicht allzu ernst nehmen. Schließlich ist kaum etwas dagegen einzuwenden, wenn Schüler*innen selbstbestimmt lernen, ihre Meinung auf die Straße tragen und sich für ihre Rechte stark machen.

Der Wunsch sie darin zu beschränken, zeigt vor allem das autoritäre Bedürfnis, sie als politische Gegner*innen in die Schranken zu weisen und ihnen ihren vermeintlichen Platz in der Gesellschaft – d.h. in einem Klassenzimmer und nirgends sonst – zuzuweisen. Bei dieser Kampagne ist natürlich auch die CDU-nahe Schülerunion Sachsen-Anhalts vorne mit dabei, die einen Streik am Wochenende für „glaubwürdiger“ halten würde. Wir widersprechen nicht nur diesen mor…

Burschi-Werbung von RCDS und LHG: Unnötig wie erwartet

Am letzten Donnerstag haben die Konservativen und Liberalen an der MLU versucht, eine Dialogveranstaltung zum Thema „Studentenverbindungen“ zu inszenieren. Beim Versuch ist es allerdings auch geblieben: Auf dem Podium saß niemand, der sich wirklich theoretisch oder auch nur empirisch mit dem Thema auseinandergesetzt hatte, sondern nur die vermeintlich „Betroffenen“ also die Sprecher*innen der einzelnen Studentenverbindungen. Daraus wurde ihnen von RCDS und LHG dann auch noch ein Expertenstatus gestrickt, der alle ernsthaften Gegenargumente mit einem „Stimmt doch gar nicht“ zu entkräften glaubte. Ironischerweise sind die beiden verantwortlichen Organisatoren der Veranstaltungen auch Mitglieder einer Studentenverbindung (VDSt Halle-Wittenberg und KDSTV Rheno-Saxonia) und hatten ihren Männerbund über ihre Hochschulgruppe selbst eingeladen.

Damit ist auch schon das erste Thema umrissen: Auf die Kritik des hauptsächlichen Auschlusses von Frauen (Vertreten waren die erwähnten Verbindungen VD…

Chance für die Japanologie: Das Tenure-Track-Programm des Bundes

Bild
Seit 2017 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das sogenannte Tenure-Track-Programm aufgelegt mit dem Nachwuchswissenschaftler*innen gefördert werden sollen. Damit fördert der Bund die Einrichtung von Juniorprofessuren, die die ersten fünf Jahre, also während des sogenannten Tenure-Track-Verfahrens zur ordentlichen Professur, bezahlt werden. Leider konnte sich das alte Rektorat der Universität Halle-Wittenberg nicht dazu entschließen, an dem Programm zu partizipieren, da die Folgekosten als zu hoch eingeschätzt wurden, während Vertreter*innen der Studierenden und Beschäftigten schon damals auf die Möglichkeiten hingewiesen haben, die damit einhergehen. beschlossen, sich doch auf die Bundesmittel zu bewerben und alle Fakultäten dazu aufgefordert, ihrerseits Vorschläge für mögliche Juniorprofessuren zu nennen, die dann weitergegeben werden könnten.


Als SDS Halle sind wir der Meinung, dass die Philosophische Fakultät I die Chance nutzen sollte, um eine Juniorprofessur in de…

Rettet die Hasi vor dem Mob der Gerechten! Stadt für Alle!

Bild
Als SDS haben wir es überrascht bis schockiert zur Kenntnis genommen, dass die Hasi so plötzlich nach dem Urteil geräumt werden soll. Naiverweise sind wir davon ausgegangen, dass es tatsächlich noch eine politische Diskussion im zahlenmäßig Rot-Rot-Grün dominierten Stadtrat geben würde. Das ist nun nicht eingetreten und das städtische Unternehmen HWG möchte seine Immobilie schnellstmöglich zurück – scheinbar auch gerne mittels einer Räumung und damit verbunden durch polizeiliche Gewalt.
Auch wenn wir nach Jahren der Hasi-Diskussion durchaus nicht erwartet haben, dass bei der ganzen Geschichte von Seiten der Stadt noch etwas Gutes geliefert wird, ist das Vorgehen und die Argumentationsweise der Hasi-Gegner*innen inzwischen so platt, dass es kaum zu ertragen ist.

So wirft die SPD, die bis zur letzten Sekunde einfach keinen Meter von ihrer Räumungsposition weichen möchte, den Aktivist*innen „Sturheit“ vor und meint damit ihre fehlende Bereitschaft, sich dem Willen der SPD zu unterwerfen. …

Gegen die Buchmesse und ihre faschistischen Profiteur*innen!

Vom 15. bis zum 18. März findet in Leipzig wieder einmal die Buchmesse statt. Wo oftmals viel Unsinn im Allgemeinen ausliegt und seit Jahren rechte Verlage präsentiert werden, gibt es nun die nächste Verfallsstufe bürgerlicher Bücherliebe. Obwohl sich die Faschist*innen der Identitären Bewegung, des Antaios-Verlages, von Compact und Co (eigentlich alles eins, die Überschneidungen nivellieren die Unterschiede) die Frankfurter Buchmesse im Herbst 2017 aufmerksamkeitsheischend mit Gewalt und Provokationen unter den Nagel gerissen haben, sind sie nun auch in Leipzig eingeladen und dürfen sich in ihrer rechten Ecke munter breit machen. Dass sie eskalieren, jedes verkaufte Buch als Welterfolg feiern, immer wieder mit ihrer Propaganda kommen und über "Meinungsfreiheit" rumheulen, wenn gegen sie protestiert wird, ist allerdings irgendwie verständlich - so etwas machen Faschist*innen nun einmal. Peinlich und absurd ist vielmehr die Reaktion der "bürgerlichen Mitte", bis wei…

Auf zum Frauen*kampftag 2018!

Heute werden wieder etliche Demonstrationen und Aktionen zum Frauen*kampftag bzw. Frauentag stattfinden, die für einen feministischen Kampf gegen Patriarchat, Gewalt und Unterdrückung werben sollen.


Doch wogegen kämpfen Feminist*innen eigentlich konkret?

In Europa hat statistisch jede dritte Frau* in ihrem Leben schon einmal sexualisierte Gewalt erlebt. Die Betroffenen erfahren danach oftmals keine Solidarität, sondern weitere Beschuldigungen in Form von Victim Blaming und Täter-Opfer-Umkehr.


Während die kapitalistische Ausbeutung erstmal geschlechtsunabhängig ist, ist das Armutsrisiko für Frauen* weltweit deutlich höher. Frauen* sind nach wie vor die Hauptträger*innen von Care-Arbeit, die entweder im privaten Bereich entwertet bleibt oder beispielsweise in Pflegeberufen zu prekären Beschäftigungsverhältnissen führt. Spätestens im Alter droht hier die Armut.


Im wissenschaftlichen Bereich haben Frauen* kaum etwas zu sagen, und das, obwohl sie die Mehrheit der Studierenden stellen. Die M…