Fundstück der 01. Kalenderwoche 2012 - Rezension: Christian Felber (attac) – Gemeinwohlökonomie

(r) Der Kapitalismus ist nicht das Wirtschaftssystem in dem wir leben wollen, da besteht unter den Linken ein breiter Konsens. Wenn es aber um die Frage geht, wie es denn danach aussehen soll: ob vollständige Verstaatlichung aller Produktionsmittel, Abschaffung von Geld und Zinsen oder die Einführung der Planwirtschaft, darüber ist mensch verstritten.

Karl Marx sagte, um zum Kommunismus (jeder nach seinen Fähigkeiten) müssen wir den Weg über den Sozialismus (jeder nach seinen Leistungen) gehen.
Christian Felber hat meines Erachtens ein gut nachvollziehbares, verständliches und- was mir wichtig - ist auch real umsetzbares Konzept erarbeitet.
Im ersten Teil erörtert er aus psychologischer Sicht die Missstände des aktuellen Wirtschaftssystems um danach seine neue Idee des sozialen und ökologischen Wirtschaftens mit mehr Demokratie zu erklären.
In der Gemeinwohlökonomie gibt es zwei Bilanzen (was Heute auch schon einige Unternehmen haben), wobei die Gemeinwohlbilanz, die Bewertung wie sozial und ökologisch ein Unternehmen agiert, die Primäre wird und die jetzige Bilanz in den Hintergrund gerät. Demnach werden die Steuern und die Höhe der Zinsen an die Gemeinwohlbilanz gekoppelt und ermöglichen es nachhaltige und soziale Unternehmen zu subventionieren. Durch die Marktwirtschaftlichen Elemente die vorhanden sind, werden sich diese Unternehmen langfristig durchsetzten und so das Leben aller verbessern.
Seiner Meinung nach leben wir in keiner Demokratie, denn dazu müssen wir auch die Wirtschaft demokratisch gestalten, das bedeutet für ihn das Mitarbeiter in Betrieben Mitbestimmen sollen/müssen.
Am Ende stellt er viele vorbildlich Unternehmen vor, die Demokratisch gestaltet sind und damit auch erfolgreicher agieren als die reinen Chef-Angestellter-Unternehmen. Ein Kernpunkt ist das nur Mitarbeiter Anteile des Unternehmens besitzen können, damit würde es auch keine Börse mehr geben und das Kasino hätte ein Ende.
Für ihn müssen zwei weitere demokratische Schritte bestehen, zum einen die deutschland- oder europaweite Volksabstimmung, die sich über parlamentarische Entschlüsse durchsetzen müssen und Volkskomitees die über Bildung, Banken und Energieversorgung beraten.
Die Wohlstandsökonomie ist eine echte Alternative zum heutigen System und könnte in einem friedlichen Prozess innerhalb der nächsten 10-15 Jahre umgesetzt werden.
Innerhalb von vier Stunden kann jeder Leser es mit den heutigen „Topökonomen“ aufnehmen und sie in Schranken weisen.
 Ein Muss für alle die ein sozialeres und ökologisches Leben gestalten wollen.

http://www.gemeinwohl-oekonomie.org
http://www.demokratische-bank.at

Kommentare

  1. Autoritäre kackscheiße.
    Hier eine gute Rezension aus wertkritischer Sicht. Die man sich gönnen sollte bevor man seine Lebenszeit als Aktivist eines kleinbürgerlichen Sozialismus verschwendet.
    http://www.streifzuege.org/2011/neue-werte-im-sonderangebot-die-gemeinwohlokonomie-christian-felbers

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