Einführung in die Kritik studentischer Verbindungen

Veranstaltungsankündigung

Mittwoch 23.10. um 18.30 Uhr im Hörsaal XVIII (Mel)

Als ein Relikt aus der Zeit des wilhelminischen Obrigkeitsstaates gehören studentische Verbindungen (auch: Korporationen) zu einem festen Bestandteil der universitären Landschaft in Ost- und Westdeutschland. Egal ob es sich dabei um Burschenschaften, Corps, Landsmannschaften oder Turnerschaften handelt, wirken sie mit ihrem Auftreten und ihren Traditionen aus dem 19. Jahrhundert zumeist antiquiert und gegen die Moderne gerichtet. Sie agieren in und an den Hochschulen mal mehr, mal weniger offen und stellen mit ihren klientelistischen Strukturen immer noch einen bedeutenden Teil der politischen, ökonomischen und auch kulturellen Eliten in der Bundesrepublik dar. Aus emanzipatorischer Perspektive ist es daher umso wichtiger ihr Agieren und Selbstverständnis als „ganz normale“ Studierendenorganisationen im Hochschulalltag zu dekonstruieren und zu kritisieren.

Der Umgang mit den verschiedenen Ausprägungen von Korporationen, das Erkennen von Strategien studentischer Verbindungen zur Mitgliederwerbung und Möglichkeiten der Intervention dagegen sollen in diesem kurzen Workshop versucht werden in Ansätzen zu diskutieren. Nach einem kurzen Input zu den Organisationsformen und Strukturen studentischer Verbindungen werden anhand von Anschauungsbeispielen (Plakate, Flyer, Broschüren) aus der Halleschen Verbindungsszene Interventionsmöglichkeitenzusammen erörtert.

Referent: Christian (Politologe, ehemals SDS)

Ausschlussklausel
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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