Steimle als Witzminister im faschistischen Sachsen-Anhalt?
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Uwe Steimle hat sich qualifiziert: Bei seinem Auftritt mit den Faschisten Chrupalla und Siegmund konnte er sich noch einmal steigern und sein antisemitisches, rassistisches, sexistisches und queerfeindliches Programm mit Mordfantasien garnieren. Hier die Tonalität zu variieren und zu entscheiden, wann man rumblödelt und wann man sagt, was man will (also den politischen Feind ermorden), das macht Uwe Steimle zu einem Hoffnungsträger der faschistischen AfD. Er hätte daher vermutlich gute Chancen als Pressesprecher oder gar Minister im Elendskabinett von Ulrich Siegmund.
Wir
wollen uns nicht ewig mit der Vergangenheit beschäftigen, aber deutlich
machen: Das war absehbar. Schon vor ein paar Jahren, als noch um die
Frage gestritten wurde, ob man Steimle ins Steimletor einladen darf und
ein jetziger BSW-Funktionär das ganz dringend bejahte, war Steimle ein
ausgewiesener Menschenfeind.
Trotzdem
fanden sich nicht nur Profi-Politiker*innen, sondern auch
Politikwisenschaftler*innen, Journalist*innen,
Langzeit-Kommentator*innen in allen politischen Lagern, die wortgewaltig
erklärten, die Ablehnung eines Steimle-Auftritts erinnere an die SED,
die linken Kritiker*innen ließen stalinistische Traditionen aufleben und
zerstörten unsere ansonsten völlig harmonische Beziehung zur
ostdeutschen Idetität. Stattdessen sei die Einladung Steimles der
Versuch einer linken "hegemonialen Operation", wurde von interessierter
Seite ernsthaft behauptet.
Nun
hat Steimle genau dieselben Karten auf den Tisch gelegt wie seit
Jahren, aber spricht ein bisschen offener aus, was die Folge davon sein
soll. Die Hinrichtung von Merkel als Minimalziel ist aber ganz
offensichtlich seit Jahren sein sehnlichster Wunsch - was mit den Leuten
passieren soll, die Merkel nicht für die Aufnahme von Geflücheten,
sondern für die unzureichende Aufnahme dieser kritisiert haben, ist dann
auch ziemlich klar.
Um
Steimle als Witzminister genau wie das ganze Kabinett Siegmund und die
weitere Faschisierung Sachsen-Anhalts zu verhindern, gilt es also jetzt,
den Antifaschismus zu stärken und für eine halbwegs demokratische
Mehrheit zu sorgen. Dieses Mal gelte es dann, Faschist*innen und ihrem
BSW-Vorfeld direkt zu zeigen, dass sie bekämpft werden müssen.
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