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Subjektiver Erlebnisbericht zu Bitterfeld

Bitterfeld, ein Ort in Sachsen-Anhalt ca. eine Stunde von Halle entfernt, und eine Kleinstadt, in der seit mehreren Monaten vermehrt nicht-rechte und migrantische Menschen angegriffen werden. Als Folge darauf fand am Sonntag, den 10. Mai eine antifaschistische Kundgebung in Bitterfeld statt. An dieser nahmen ca. 450 Menschen teil und drückten kraftvoll und lautstark ihre Wut über die Situation aus. Trotz der Tatsache, dass die vor kurzem aufgelöste Neonazigruppe OSS (Oldschool Society) für Bitterfeld mobilisierte und mittags bereits eine Neonazimahnwache auf dem Markt stattfand, war die Polizei zahlenmäßig wenig vor Ort und schien die Lage nicht immer unter Kontrolle zu haben. So stoppte sie die Demonstration mehrmals mit der Begründung, dass in der Stadt noch Gruppen von Nazis unterwegs seien. Außerdem setzte sie Pfefferspray gegen Teilnehmende ein, als sich die Demonstration vor der Wohnung eines stadtbekannten Nazis befand. Zudem filmte sie bereits ab Beginn der Demons...

Rektor zieht bei Medien- und Kommunikationswissenschaften den Stecker

Pressemitteilung Wie heute bekannt geworden ist, plant das Rektorat ab dem Wintersemester 14/15 im Studiengang Medien- und Kommunikationswissenschaften (MuK) keine Immatrikulationen mehr zuzulassen. Als vermeintlich schwächstes Glied in der Kette standen die MuK beim Rektor schon länger auf der Abschussliste. Bis zum März 2015 werden hier alle Professuren auslaufen. Doch statt Wiederbesetzungen vorzunehmen, wird der beliebte Studiengang einfach geschlossen. Wir als SDS.DieLinke MLU halten dieses Vorgehen der Unileitung für absolut unverantwortlich! Die Entscheidung des Rektorates ist besonders im Hinblick auf die aktuelle Haushaltsdiskussion absurd. Durch die zu erwartenden Hochschulpaktmittel ist es der Universität möglich, ihre bestehenden Strukturen beizubehalten, ohne Kürzungen vorzunehmen. Dabei bleibt der Universität sogar einen Finanzüberschuss zurück. Zudem widerspricht das Kürzen eines Studienganges dem Ansinnen der Hochschulpaktmittel, die dazu verwendet werden sollen, Stu...

Das deutsche Bildungssystem reproduziert die Klassenstruktur

Studierendenverband DIE LINKE.SDS kommentiert 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks Heute hat das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit dem Deutschen Studentenwerk (DSW) die 20. Erhebung zur sozialen Lage der Studierenden in Deutschland vorgestellt. Für den Studierendenverband DIE LINKE.SDS offenbart der Sozialbericht ein unverändert skandalöses Bild über die Lebensumstände von Studierenden in Deutschland. Bereits seit zwei Jahren steht die angekündigte Erhöhung der BAFöG-Sätze aus. Damit verschärft sich die

Vortrag Burschenschaften und die extreme Rechte - Review

Am 09.01.2013 fand unser jährlicher Vortrag zum Thema „Studentenverbindungen und die extreme Rechte“ statt. Der Raum war völlig überfüllt, was das Interesse für das Thema verdeutlicht. Rund 60 Zuhörer/innen fanden sich ein, um dem aufschlussreichen Vortrag des Referenten Jörg Kronauer zu folgen. Wer mehr über das Thema erfahren möchte, sollte einen Blick in Kronauers Buch „Studentenverbindungen in Deutschland“ werfen. Hier eine Zusammenfassung der Veranstaltung: Burschenschaften und Verbindungen, zwischen denen differenziert werden muss, lassen sich besonders in Studentenstädten mit langer Unitradition finden. Entstanden sind die Burschenschaften bereits im Kaiserreich des 19. Jahrhunderts. Äußerlich erkennbar sind die Mitglieder unter anderem an Kappe, Wappen und Band der entsprechenden „Couleur“. Jede Verbindung hat ihre eigenen Farben. Diese werden heutzutage allerdings nur noch zu speziellen Anlässen getragen. Es wird dem Comment, einem Regelbuch, gefolgt, in dem unter andere...

Arbeitskampf war erfolgreich!

Fast vier Monate kämpften die S-Direkt Mitarbeiter für bessere Arbeitsbedingungen und schreiben damit Geschichte 117 Tage befand sich ein großer Teil der S-Direkt Belegschaft im Ausstand und kämpfte für einen Tarifvertrag. 117 Tage lang haben sie Aktionen veranstaltet und Mahnwachen abgehalten, um ihren Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck zu verleihen. Auch wir, der SDS in Halle, haben die Streikposten besucht und uns mit ihnen solidarisch gezeigt. Es handelt sich um den längsten Streik in einem Callcenter seit der Gründung der BRD. Am Ende war er mit Erfolg gekrönt und wirft damit entscheidende Fragen auf: Welche Rollen spielen Streiks, wenn es darum geht, für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen? Und welchen Einfluss haben Gewerkschaften dabei? Da der Streik fundamental von der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di getragen war. Aber zurück zum Anfang: 

"Die Angst vor den Gedanken verlieren"

Zu Lena Stoehrfaktors neuer LP (sw) Lena Stoehrfaktor, Teil des Musikkollektivs Conexión Musical, hat am 21.01. ihr neues Album "Die Angst vor den Gedanken verlieren" vorgestellt. Im Köpi war Release Party bei der vor sicherlich 200 Leuten neben Lena auch Moral Hazart und das DreamTeam Tapete and the Crying Wölf auftraten - ein genialer Abend halt.

Fundstück der 01. Kalenderwoche 2012 - Rezension: Christian Felber (attac) – Gemeinwohlökonomie

(r) Der Kapitalismus ist nicht das Wirtschaftssystem in dem wir leben wollen, da besteht unter den Linken ein breiter Konsens. Wenn es aber um die Frage geht, wie es denn danach aussehen soll: ob vollständige Verstaatlichung aller Produktionsmittel, Abschaffung von Geld und Zinsen oder die Einführung der Planwirtschaft, darüber ist mensch verstritten.

Auszüge aus "Tiere essen"

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Was ist die „Artengrenze“ und warum wir Tiere auch als Tiere behandeln sollten (sw) Im Folgenden werden zwei Auszüge aus dem Buch „Tiere essen“ von J. S. Foer präsentiert. Sie werden nicht kommentiert, weil sich jede/r Lesende selbst eine Meinung zu dem Thema machen soll. „ Artengrenze Zu sagen, dass Berlin in Knut verliebt gewesen sei, wäre eine absolute Untertreibung. […] Zu Knuts erstem Auftritt in der Öffentlichkeit erschienen 400 Journalisten, weitaus mehr als zum EU-Gipfel, der gleichzeitig stattfand. […] Als ein Tierschützer

Lesenswert: Für die Nutzung des „I-Wortes“

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(sw) Die Autoren Deppe, Salomon und Solty haben über einen Begriff geschrieben, der kaum strittiger und vieldeutiger sein kann. Das erkennen sie sogar an, indem sie nicht 2011 sagen, was er bedeutet und schon immer bedeutet hat. Sie zeigen stattdessen die verschiedenen Varianten auf

Sehenswert: Blue eyed

(jj) Blue eyed ist ein Dokumentarfilm über die Mechanismen der Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus. Die ehemalige Lehrerin Jane Elliot führt seit vielen Jahren Workshops durch, in denen sie die TeilnehmerInnen spüren lässt, wie Menschen ausgegrenzt werden. Die Idee für diesen Workshop entwickelte sie kurz nach dem Tod von Martin Luther King jr., da sie ihrer Grundschulklasse begreiflich machen wollte, wie farbige Menschen in ihrer Gesellschaft diskriminiert werden und so die Bedeutung seines Todes zeigen wollte. Der Film dokumentiert zum einen den Workshop und zum anderen die Geschichte dahinter. Es werden die Mechanismen der Diskriminierung auf eine nachvollziehbare und verallgemeinerbare Weise verdeutlicht. Auch wenn KritikerInnen Elliott´s Methode der Meinung sind, sie sei unwissenschaftlich, ohne soziologische, psychologische oder politische Herleitung und dagegen „nur“ moralisch. Das mag sogar so sein, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass jeder Mensch ...

SEHENSWERT: Wem gehört der Mond?

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(mm) Am 21.April kommt der Dokumentarfilm „Die Mondverschwörung“ in die deutschen Kinos. Das Thema, welches sich der Satiriker und Dokumentarfilmer Thomas Frickel vornimmt, ist allerdings kein so Amüsantes.

Carl Schmitt reloaded

Der SDS.MLU hat sich eine neue Kategorie überlegt. Unter dem Stichwort "Lesenswertes" werden hier unregelmäßig Artikel oder Bücher von SDSler/innen vorgestellt, die sie folgerichtig für lesenswert erachten. Beginnen werden wir mit einem etwas älteren Buch, welches im Folgenden kurz dargestellt wird. Kommentare und Anmerkungen zu den Beiträgen sind selbstredend erwünscht.