Ohne Engagement keine Mitbestimmung
Der StuRa ist kein bloßes Servicegremium, sondern Ausdruck eines demokratischen Prinzips: Wer von Entscheidungen betroffen ist, muss an ihnen beteiligt sein. Studentische Selbstverwaltung ist Teil der akademischen Selbstverwaltung - neben Professor*innen, wissenschaftlichem Personal und Verwaltung. Doch formale Beteiligung bedeutet nicht automatisch reale Macht. Zwischen Mitbestimmung auf dem Papier und tatsächlicher Entscheidungsmacht klafft oft eine Lücke. Die Hochschule ist kein neutraler Raum. Sie ist eingebettet in gesellschaftliche Macht- und Produktionsverhältnisse. Studierende spüren das jeden Tag: Leistungsdruck, Prüfungszwang, soziale Selektion, kaputt gesparte Strukturen, Ökonomisierung von Bildung und immer mehr Prekarität im Wissenschaftssystem. Und gleichzeitig sind die Möglichkeiten, daran wirklich etwas zu verändern, ziemlich begrenzt. Genau da kommt der StuRa ins Spiel. Er ist der Versuch, diese Schieflage zumindest ein Stück weit zu verschieben - durch Organisierung u...